Diese Episode von „Primat der Wertschöpfung“ erforscht die Natur von Kultur im Kontext von Organisationen und deren Transformation. Ausgehend von einer anfänglichen, etwas oberflächlichen Definition von Kultur, entwickeln die beiden Moderatoren ein komplexeres Verständnis. Sie argumentieren, dass Kultur nicht einfach durch Wunschdenken gestaltet werden kann, sondern ein Ergebnis des Zusammenspiels von äußeren Herausforderungen und inneren Freiheitsgraden innerhalb einer Organisation ist. Im weiteren Verlauf der Diskussion wird ein Kartenspiel als Methode zur Selbstreflexion des Management-Teams vorgestellt, welches die Identifizierung von dysfunktionalen Mustern und die Formulierung von Unterlassungsregeln ermöglicht. Dies verdeutlicht, dass die Fokussierung auf das Vermeiden negativer Verhaltensweisen effektiver sein kann als die direkte Gestaltung positiver Kulturmerkmale. Schließlich wird betont, dass Kulturveränderung eher ein Prozess der Anpassung an äußere Reize ist, als ein direkt steuerbares Konzept. Die Episode schließt mit der Erkenntnis, dass spielerische Selbstbeobachtung und die Unterscheidung zwischen Gestaltungs- und Unterlassungsregeln wertvolle Werkzeuge für die Organisationsentwicklung darstellen.