Der immaterialistische Monismus nach George Berkeley löst das Leib-Seele-Problem durch die radikale Ablehnung der Materie. Alles Existierende ist geistabhängig, zusammengefasst im Prinzip *Esse est percipi* – Sein bedeutet wahrgenommen werden. Da wir lediglich Vorstellungen von Dingen besitzen, lässt sich die Außenwelt vollständig auf geistige Ideen reduzieren. Das sogenannte Meisterargument verdeutlicht, dass die Vorstellung von etwas Nicht-Gedachtem logisch unmöglich ist, da der Akt des Denkens den Gegenstand bereits in den Geist integriert. Um die Existenz von Objekten bei fehlender menschlicher Wahrnehmung zu erklären, fungiert Gott als universeller Speicher. Diese Position vermeidet zwar die Schwierigkeiten des Substanzdualismus, erfordert jedoch die Annahme einer übergeordneten Instanz, um die Beständigkeit der Welt außerhalb des individuellen Bewusstseins zu gewährleisten und die Lücken in der Theorie zu schließen.
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