13 May 2020
19m

09 Träumende Schmetterlinge - Dualismus nach Descartes

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Durchblick Philosophie

Die philosophische Auseinandersetzung mit dem Leib-Seele-Problem hinterfragt die Natur des Ichs anhand von Zhuangzis Schmetterlingstraum, der die Grenze zwischen Realität und Illusion verwischt. René Descartes etabliert mit seinem „Ego cogito, ego sum“ das denkende Subjekt als unumstößliches Fundament, das unabhängig von sinnlichen Täuschungen existiert. Durch die Unterscheidung zwischen der unteilbaren „res cogitans“ (Geist) und der ausgedehnten, teilbaren „res extensa“ (Körper) begründet Descartes den Substanzdualismus. Diese Trennung ermöglicht eine Definition personaler Identität, die über physische Veränderungen hinweg Bestand hat, da das Denken als konstante Größe fungiert. Damit markiert Descartes eine Zeitenwende, in der das menschliche Denken zum zentralen Bezugspunkt der Erkenntnis aufsteigt und die Grundlage für moderne Vorstellungen von Individualität sowie die theoretische Herleitung einer unsterblichen Seele legt.

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