04 Mar 2020
20m

03 Der Mensch als Überlebensmaschine: Richard Dawkins, „Das egoistische Gen“

Podcast cover

Durchblick Philosophie

Die Frage nach der menschlichen Natur lässt sich durch die Evolutionsbiologie als Produkt genetischer Prozesse begreifen. Richard Dawkins definiert den Menschen in seinem Werk „Das egoistische Gen“ als „Überlebensmaschine“, deren Handlungen – einschließlich altruistischen Verhaltens – primär der Sicherung und Verbreitung des eigenen Genmaterials dienen. Über die biologische Ebene hinaus fungieren „Meme“ als kulturelle Einheiten, die sich analog zu Genen durch Gehirne verbreiten und menschliches Verhalten steuern. Während dieser reduktionistische Ansatz Kultur als bloße Verlängerung der Natur interpretiert, verdeutlichen Gegenpositionen, etwa von Richard David Precht, die Grenzen dieser Sichtweise. Die menschliche Kultur zeichnet sich gerade durch die Fähigkeit zur bewussten Abkehr von biologischen Programmen aus, was den Menschen trotz seiner evolutionären Prägung als eigenständiges Kulturwesen definiert.

Outlines

Sign in to continue reading, translating and more.

Open full episode in Podwise